Heimaturlaub

Mittlerweile sind wir wieder so richtig zuhause in Oberösterreich angekommen. Nach wie vor sind wir dabei, unsere Freunde und Verwandten zu besuchen. Nach 1 1/2 Jahren gibt es so einiges zu erzählen. Dabei treffen wir auch unsere Nachbarn und die Mieter unseres Hauses. Es ist so, als wären wir nie weg gewesen. Nur die Kinder sind so groß geworden, dass wir sehen wie die Zeit vergangen ist. Die oberösterreichische Landesausstellung in Steyr steht genauso am Programm wie Martins lustiges 30-jähriges Maturatreffen oder die schönen Orte Linz, Freistadt, Bad Hall, Schlierbach und Grein.

Leider ist das Wetter nicht immer auf unserer Seite, sodass wir viel Zeit drinnen verbringen. Damit ist nicht nur die Bewegung reduziert, sondern man verbringt auch mehr Zeit mit kulinarischen Genüssen. Zusammengefasst bedeutet das für uns ein paar Kilo plus auf der Waage. Nachdem wir alle unsere Lieblingsgerichte durchgekostet haben, wird es wieder Zeit auf die Bremse zu steigen, damit wir fit für die nächsten seglerischen Herausforderungen in einigen Wochen bleiben. Herzlichen Dank nochmals an alle. Wir haben uns sehr gefreut, euch wiederzusehen und mit euch zu plaudern.

Bei Schönwetter machen wir den einen oder anderen Spaziergang. Hier im mystischen Mühlviertel gibt es einen beliebten Wanderweg, den Johannesweg. Wir gehen Teile des 84 km langen Weges und besuchen dabei auch die heimischen Burgruinen Prandegg, Ruttenstein und Klingenberg. In St. Thomas am Blasenstein gibt es ein Wiedersehen mit dem „luftgselchten“ – mumifizierten – Pfarrer aus dem 18. Jahrhundert. Daneben gibt es die Bucklwehluck’n, grob übersetzt Rückenschmerzen-Durchschlupf. Anscheinend soll das Durchkrabbeln gegen Schmerzen helfen und weitere Heilkräfte haben. Eine Führung im Stift Schlierbach erschließt uns die Welt der Käserei.

Nach wie vor macht uns die ungewisse Situation mit Corona zu schaffen. An eine direkte Reise zu unserem Schiff in die USA aus dem Schengen-Raum ist derzeit nicht zu denken, obwohl es dafür keine wirklich gut begründbaren Erklärungen gibt. Damit müssen wir uns eine Destination aussuchen, von der aus die Einreise nach USA möglich ist. Dazu kommt, dass bei steigenden Corona-Zahlen neuerliche Lockdowns in verschiedenen Ländern möglich sind. Auch die Weiterreise mit Infinity ab November ist noch ungewiss. Französisch Polynesien hat zwar für Fluggäste geöffnet, für Segler jedoch nicht. Aber es gibt Schlimmeres. Immerhin werden wir dem mitteleuropäischen Herbst wieder in wärmere Gefilde entfliehen. Die Planungssicherheit erstreckt sich maximal auf die nächsten paar Wochen. Fix ist, dass wir erst mal Anfang November von Deltaville über die Bahamas ungefähr 1.000 Seemeilen nach Kuba segeln wollen um dort den Dezember zu verbringen. Irgendwie werden wir das schaffen.

Immerhin haben wir mittlerweile entschieden wo wir die beiden Wochen verbringen, die wir außerhalb Schengen bleiben müssen. Anfang Oktober geht es daher nach Bulgarien an das Schwarze Meer. Wir sehen die See zwar lieber vom Boot aus aber es ist schon mal ein erster Schritt in Richtung Sonne und Wasser. Zudem gibt es dort auch einiges zu sehen, wir waren noch nie in Bulgarien und lassen uns gerne überraschen.

Den Weiterflug haben wir auch schon gebucht. Von Burgas am Schwarzen Meer fliegen wir über Sofia nach Bukarest und über Doha nach Boston schließlich nach Richmond. Nach einer zweitätigigen Odyssee werden wir endlich wieder unsere Infinity sehen. Damit beginnt die Vorbereitung für die nächsten Segelmonate.

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