In Kapstadt besuchen wir das Aquarium und besteigen den Signal Hill, wo seit 300 Jahren jeden Tag außer Sonntag genau zu Mittag die Signal-Kanone abgeschossen wird. Früher richtete man die Schiffsuhren nach diesem Signalschuss, um genauer navigieren zu können. Eine Township-Tour lassen wir uns nicht nehmen. Wir spazieren durch die berüchtigten Armenviertel Kapstadts und bleiben unbehelligt. Bandenkriminalität sorgt dort für Angst und Schrecken. Touristen kommen angeblich nicht zu Schaden. Natürlich besuchen wir auch Nelson Mandelas Gefängniszelle auf Robben-Island. Der Lions Head wird mit Scott von der Muskoka erklommen und wir treffen Barbara, Helmut und Andi, die bereits das zweite Mal auf ihrer Freya unter österreichischer Flagge um die Welt unterwegs sind. Es wird gegessen, getrunken, musiziert und gelacht. Schön, wenn man so reden kann, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Tobias zeigt uns das vielseitige Nachtleben in Kapstadt an den First Thursdays und wir verabschieden Moana und Oda auf ihren Weg in die Karibik. Schön war es mit euch.












































Beim äußerst kurzen aber sehr schönen Besuch zuhause über die Weihnachtsfeiertage – danke, ihr fehlt uns – nehmen wir die dort gesammelten Ersatzteile für Infinity mit. Das sprengt beinahe die 52 Kilogramm erlaubten Fluggepäcks. Eine Membrane und eine Drehschieberpumpe für den Wassermacher, Genaker-Fallenscheiben, Werkzeug, einige Gastland- und Heimatflaggen, Medikamente, Zauberschwämme, ein elektrisches Fondue samt zwei Packungen Käsefondue (juhu!), Mühlviertler Speck und hausgemachte Marmeladen (danke!) sowie 100 Kleinigkeiten.
In Kapstadt geht es sofort wieder an die Arbeit. Die Vorbereitungen für die nächste Segelsaison im Südatlantik laufen auf Hochtouren. Hier die Zusammenfassung der Upgrades in Südafrika: Neue Strecktaue, neues Großsegel, Restaurierung von Tischen und Furnieren, neuer Fallenstopper am Mast, Dichtungen der Seewasserpumpenhalter beider Motoren erneuert, neue Matratzen, Beamwire-Spannung angepasst, Fugen abdichten, neuer 25 kg Rocna Anker samt geschmiedetem Wichard-Schäkel, Feuerlöscher warten, Reparatur des Wackelkontakts am Radar-Stromkabel in der Mastbox, Landstrom-Ladecontroller für die Starterbatterie, alle Bilgen entrümpelt, geputzt, geputzt und wieder geputzt.
Im Royal Cape Yachtclub bekommen wir zwei Stunden in den Kranschlingen, um den Saildrive-Gummi im Trockenen ankleben zu können und das Unterwasserschiff zu reinigen. Zur Ablenkung machen wir mit Seglerfreunden Kapstadts Nachtleben unsicher. Sehr lange wird es nie, da wir müde von der Arbeit sind. Im Unterschied zu Europa fällt uns die Verfügbarkeit und Freundlichkeit der Restaurant-Mitarbeiter in Südafrika wieder richtig auf. Zuhause scheint ein Mangel an Service-Kräften zu herrschen und oft beschleicht einen das Gefühl, dass man im Lokal als Gast stört – trotz hoher Preise. Hier in Kapstadt ist das Gegenteil der Fall.































Wir freuen uns schon darauf, bald wieder in See stechen zu können. Erst einmal geht es nach Walvis-Bay in Namibia. Danach wollen wir über St. Helena und Ascencion-Island nach Brasilien. Salzige Luft, Wind und Sonnenschein, wir kommen.
