Wir segeln wirklich! Nach Split.

Nachdem wir nun 2 Monate Trogir im Lockdown genossen haben, verlegen wir unseren Liegeplatz nach Split um wieder einmal zu segeln und Split besser kennenlernen zu können. Dabei haben wir uns extra einen Tag mit starkem Wind ausgesucht, um das Schiff auf Herz und Nieren testen zu können.

Im dritten Reff bei 35 Knoten Wind von hinten mit einem Topspeed von knapp 10 Knoten Wind sind wir von der Segelleistung unserer Infinity begeistert. Unter Segeln in den Hafen einzulaufen macht zwar Spaß, verursacht uns aber einigen Stress beim „Bremsen“ und Fender ausbringen. Bei diesem Wind eigentlich kein Wunder.


Rauschefahrt von Trogir nach Split

Am ersten Abend können wir am endgültigen Liegeplatz wegen des starken Windes nicht anlegen, aber wir dürfen in einem Industriehafen ziemlich schaukelig an einer anderen Yacht festmachen. Wir liegen direkt neben der Brauerei „Kaltenberg“ – das passt gut und klingt sehr nach Heimat.

Am nächsten Tag sind wir froh, an unserem endgültigen Liegeplatz anzukommen, denn die Flaschen-Abfüllstraße der Brauerei arbeitet laut klimpernd bis spät in die Nacht hinein. Auch am neuen Liegeplatz wird von früh morgens bis spät abends gearbeitet, da viele Schiffe ausgekrant werden, um die Liegeplatzkosten der Charterunternehmen für die eingeschränkte Corona-Saison zu minimieren. Nachdem wir so lange nicht segeln durften sind wir diesmal richtig froh, das Salz vom Schiff waschen zu können und klar Schiff nach dem Segeln zu machen.

„Es ist nicht alles ein Schiff, wo dauernd etwas kaputt geht…“. Unser Segeltag hat uns Gewissheit verschafft, dass der Windgeber am Masttop nicht funktioniert, egal wieviele Kalibrierungs-Kreise wir drehen. Dank der kompetenten Fern-Unterstützung der Firma Ober aus Vorarlberg und dem Durchmessen einiger Kabel war schnell die Ursache gefunden. Die Platine des Windgebers hat einige Regentropfen abbekommen und ist deshalb teilweise korrodiert. Ersatzlieferung von Firma Ober über 1.000 km in zwei Werktagen auf Garantie ist rekordverdächtig. So einen Service erlebt man selten.

Dann wäre da noch die Grauwasserpumpe der Dusche, die uns den Dienst versagt hat. Mittlerweile sind wir halb Elektriker und halb Installateur und wir können auch hier die Ursache rasch finden. Der automatische Sensor-Schalter der Pumpe ist kaputt. Wahrscheinlich auch hier ein Wassereinbruch in der Elektrik. Man fragt sich manchmal schon, ob Schiffe wirklich für die Anwendung im Wasser gebaut werden. Gut, dass wir inzwischen einige Freunde in Kroatien haben, die uns den entsprechenden Nautik-Händler empfehlen. Ein schöner Zufall, dass dieser nur 500 m von unserem Liegeplatz entfernt ist. Er bestellt uns das Ersatzteil gegen Vorauszahlung.

Mit dem neuen Liegeplatz sind wir zufrieden. Er bietet einen netten Blick auf ein Dorf auf einer kleinen Halbinsel und in Split ist richtig was los. Die Menschen sitzen mit Eis und Bier vom Supermarkt auf den vielen öffentlichen Bänken der Uferpromenade und man fühlt die Freude über das Lockern der Corona-Maßnahmen. Bald darf die Gastronomie öffnen. Hurra!

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