Ohne Gäste ist es plötzlich wieder ruhig an Bord. So kommen wir allmählich wieder in die Routine mit Abarbeiten von Listen, Reparaturen und Einkäufen. Kerstin holt ihre neue Brille ab, verschiedene Marinebedarfshändler werden abgeklappert. Martin möchte die Gasschläuche erneuern, da dies nach sechs Jahren auf einem Boot Vorschrift ist und wir gerade beim Gas kein Risiko eingehen. Leider ist einer der vier auszutauschenden mitgebrachten neuen Schläuche um einen halben Meter zu kurz, sodass wir uns hier um einen längeren umsehen müssen. Die Geschäfte konzentrieren sich rund um die Boat Lagoon Marina. Wir leihen uns wieder einen Roller und rasen mit den anderen Mopeds in die Stadt. Dieses Mal werden wir von der Verkehrspolizei angehalten und nach dem internationalen Führerschein gefragt. Eigentlich wissen wir ja, dass wir ihn brauchen und kalkulieren 12,50 Euro Strafe ein, die normalerweise von den Polizisten direkt einkassiert wird. Wir werden aber vor dem Amtsgebäude aufgehalten und da gibt es kein Verhandeln. Es wird ganz offiziell abgerechnet und so werden 25 Euro fällig, die nicht der Polizist sondern die Zahlstelle kassiert. Dafür bekommt man einen Zettel mit dem man immerhin drei Tage legal fahren darf.
In der Boat Lagoon Marina arbeiten wir uns durch die Geschäfte. Die Mitarbeiter der ersten drei Geschäfte erklären uns, dass das von uns gesuchte Geschäft ganz hinten bei den Werkstätten ist. Dort fragen wir wieder nach, da wir das Geschäft nicht finden. Wir werden wieder zweimal zwei Lager weitergeschickt und finden dort einen anderen Laden, der sich auf Elektronik spezialisiert hat und gerade Mittagspause hat. Ein schattiges Plätzchen zum Warten ist rar. Wir warten trotzdem und erfahren, dass das Geschäft, wo wir eigentlich hinwollten schon lange umgezogen ist. Wo wir schon mal da sind, lassen wir uns über neue Lithium-Batterien aufklären und fordern ein Angebot an, da unsere AGM-Verbraucherbatteriebank bald fällig wird. Lithium-Batterien sind leichter, können tiefer entladen und schneller wieder aufgeladen werden. Die Lebensdauer ist so lange, dass wir in unserem Leben kaum mehr neue Batterien kaufen werden. Die Überhitzungs- und Brandgefahr ist bei den LiFePo4 Batterien auch nicht vorhanden. Unsere Solar- und Landstromregler können Lithium. Wir benötigen also nur ein Gerät, das unsere Lichtmaschinen beim Aufladevorgang nicht überhitzen lässt sowie die Überwachung und Steuerung für die Lithium-Batterien. Wenn wir die gleiche Batteriekapazität einbauen, die wir bisher mit AGM hatten, wird es nicht wesentlich teurer als neue AGM-Batterien. Wenn man schon dabei ist, kann mehr Kapazität aber nicht schaden. Bisher hatten wir 450 Amperestunden Kapazität, von denen ungefähr die Hälfte nutzbar ist, weil man AGM-Batterien nicht tiefer entladen sollte. Mit 900 Amperestunden LiFePo4 hätten wir eine nutzbare Kapazität von ungefähr 700 Amperestunden und dann wäre sogar der Betrieb einer kleinen mobilen Klimaanlage vor Anker auch nachts möglich, ohne den Motor starten zu müssen.
Wir lassen das einmal sacken und besuchen die zwei letzten Geschäfte in der Boat Lagoon bezüglich der Gasschläuche. Tatsächlich werden wir noch fündig. Wir lassen unsere ausgebauten alten Schläuche mit den Anschlüssen dort, damit die Anschlüsse auf einen neuen Schlauch gepresst werden können, falls die passenden dort nicht lagernd sind. Um einen kleinen Aufpreis lassen wir uns die Schläuche liefern und sparen damit fast zwei Stunden Moped fahren.
























Bisher hatten wir auf unserer Reise immer eine angenehme Brise am Ankerplatz und nachts angenehme trockene Luft. Deshalb haben wir noch nie das Bedürfnis verspürt, einen zusätzlichen Ventilator oder gar eine Klimaanlage anzuschaffen. Das hat sich seit Malaysien schlagartig geändert. Wenn man sich unter Deck minimal bewegt, läuft der Schweiß in Bächen. Hat man kein T-Shirt an, tropft es durchgehend von den Ellbögen herunter. Wenn es dann wie hier nachts auch noch manchmal windstill ist, ist das auf Dauer kräftezehrend. Wo wir schon mit dem Moped unterwegs sind, können wir auch gleich nach einer kleinen mobilen Klimaanlage Ausschau halten. Dazu starten wir in einen Baumarkt hinein. Er ist riesig, es gibt alles und die Aufmachung ist schön. Die Verkäufer laufen nicht weg, sondern kommen her. Was für ein Unterschied zu den Baumärkten in Österreich. Von Verkäufern umzingelt arbeiten wir uns mit Händen und Füßen durch Stromverbrauch, Preis und so weiter. Nachdem wir ohnehin ein Gerät zum Entfeuchten des Schiffs während unserer Abwesenheit in der Regenzeit benötigen, um Schimmelbildung zu vermeiden, können wir auch gleich eines kaufen, das wir während unserer Anwesenheit an Bord auch zum Kühlen nutzen können. Mit umgerechnet 167 Euro ist so eine Klimaanlage nicht teuer. Damit der durch das Kühlen entstehende Kältesee am Boden gleich weggequirlt wird, nehmen wir auch einen kleinen Akku-Ventilator, den wir auch im Freien verwenden können, wenn es am Ankerplatz windstill ist. Da hilft ein Lüftchen sehr. Die beiden Geräte lassen wir uns liefern, da das ausgeliehene Moped dafür etwas unterdimensioniert ist. Jetzt fehlt auf unserer Einkaufstour noch Salzsäure zum Entkalken der WC-Schläuche und der Saildrives. Diese finden wir im Poolbedarf. Leider nur in 25 Liter Kanistern. Die zusätzlichen Kilos lassen das Moped etwas kippelig werden und die Säure wäre bei einem Unfall auch nicht besonders hautschonend. Deshalb bekommen wir einen halbvollen Kanister, mit dem wir uns schließlich fahren trauen. Hermann hilft uns immer wieder beim Tragen der Einkäufe über die holprigen Felsen am Nai Harn Beach. Wir treffen uns fast jeden Abend im Lokal „Stammtisch“ auf österreichische Hausmannskost und den ebensolchen Schmäh.
Die Klimaanlage kommt am selben Abend an und funktioniert wunderbar. Es ist nur so, dass die Isolierung des Schiffs eine Speicherung der erzeugten kühleren Raumtemperatur nicht zulässt. Das heißt, wenn man die Anlage abschaltet, hat es im Nu wieder 33 Grad Celsius Raumtemperatur. Damit müssten wir für den nächtlichen Betrieb also in Lithium-Batterien investieren. An einem sonnigen Tag können wir die 680 Watt starke Klimaanlage direkt aus unseren 1.600 Wattpeak Solarpanelen betreiben, ohne die Batterien zu belasten.
Nach einigen Tagen Wartezeit und mehrfachem Nachfragen erhalten wir die Gasschläuche und fluchen herzhaft. Die Schläuche sind doppelt so dick und auf den Schläuchen ist 2018 aufgedruckt. Wenn es das Produktionsjahr ist, haben wir genauso alte Schläuche bekommen wie wir vorher hatten und dafür einen überteuerten Preis gezahlt. Neues Gas in alten Schläuchen sozusagen. Aus unseren alten Schläuchen sind nun die Anschlüsse entfernt. Bei der Reklamation erhalten wir erst dann einen Teil des Geldes zurück, als wir eine schlechte Bewertung im Internet hinterlassen. Angeblich wäre das aufgedruckte Datum nicht das Produktionsdatum, sondern das Datum des gültigen „Gasgesetzes“ in Thailand. Wir glauben das einmal nicht und werden andere Schläuche verwenden. Ein weiterer Punkt auf der Wartungsliste ist der Hahnepot für unseren Anker. Der mittlerweile zweite für diesen Zweck konstruierte Stahlhaken ist seit einer Gewitternacht vor Borneo etwas verbogen und eine Leine ist angescheuert. So spleißt Kerstin eine neue Leine mit neuem Haken. Der Haken ist eine neue Erfindung der Firma Wichard. Angeblich hält er ohne Sicherungsstift. Nun, das tut er leider definitiv nicht. Bauen wir uns halt selbst eine Sicherung aus einem Softschäkel.
Seit einiger Zeit macht der Backbordmotor bei niedrigen Drehzahlen komische Geräusche. Nach einiger Zeit stellen wir die schwer zu entdeckende tückische Ursache trotzdem fest. Es ist die Vibration, die durch aufgegangene Schweißnähte der Saildrive-Halterung ausglöst wird. So etwas darf eigentlich nicht passieren und sollte schleunigst repariert werden. Ein sogenannter Schweißer-Experte kommt zu uns an Bord mit kohlrabenschwarzen Füßen. Er verletzt sich im Motorraum und zum Dreck von den Füßen mischen sich Blutflecken auf unser Deck. Er wird von Kerstin verarztet. Diesen Herrn lassen wir nicht mit Werkzeug auf unser Schiff. Wer weiß, was er damit am Schiff und bei sich alles anrichtet. Wir lassen uns Holzkeile machen, damit wir den Saildrive abstützen können, während wir die Saildrive-Halterung ausbauen. Aber ein Bolzen lässt sich nicht lösen und die Holzkeile stützen den Saildrive nicht sicher genug ab. Wenn das Schiff im Wasser ist, ist das Ausbauen mit dem Risiko eines Wassereinbruchs verbunden, da einige Bolzen für die Stahlstütze auch die Manschette mit der Dichtung des Saildrives halten. Das ist uns zu haarig und deshalb heißt es: Backbordmotor schonen und mit der Reparatur auf das Trockene warten. Die Liste der Themen wird nie kürzer, im besten Fall ändert sie sich. Aber es ist nicht alles auf einem Schiff, was kaputt geht.
Unser zweimonatiges Visum für Thailand können wir in Phuket um einen Monat verlängern lassen. Dann müssen wir raus aus Thailand und werden wieder Langkawi in Malaysien ansteuern. Wir machen uns auf den Weg zum Immigration-Office in der Stadt. Dort trifft uns erstmal der Schlag, als zu Beginn der Öffnungszeit bereits eine fünfzig Meter lange Menschenschlange im Freien unter der prallen Morgensonne ansteht. Gut, dass das für uns zuständige Büro nicht so überlaufen ist. Als erstes kriegen wir gesagt, was wir brauchen. Mit Passfotos und Kopien ausgerüstet kommen wir in das nächste Büro, wo wir Zettel ausfüllen und nach zwei Stunden mit einem neuen Stempel im Pass auf der anderen Seite wieder herauskommen. Das geliehene Moped versagt uns den Start. Wie gut, dass es einen Kickstarter gibt, denn das Anrollen mit Automatikgetriebe funktioniert nicht. Auch der Kickstarter will nicht. Wir sehen uns nach potentiellen Starthelfern um. Am Straßenrand entdecken wir ein Geschäft, das nach Elektroschrotthändler aussieht. Der Besitzer lötet im Freien und eilt gleich ins Geschäft, um Starthilfekabel zu holen. Währenddessen brennt sich sein Lötkolben durch die Plastikverkleidung seines Werkstücks. Das Schlimmste können wir verhindern und die Starthilfe klappt mit vereinten Kräften. Das Moped schnurrt wieder wie ein Kätzchen. Die Dinger beschleunigen ohne weiters auf 100 Kilometer pro Stunde – auch wenn man zu zweit drauf sitzt. Und in Thailand gibt es nur ein Gas: Vollgas. Da wundert es einen, dass nicht mehr passiert.
Wir wollen weg vom dicht besiedelten Phuket und wieder frische Inselluft tanken. Außerdem wird mit dem zu dieser Jahreszeit immer öfter auftretenden Westwind der Schwell in der Nai Harn Bucht ungemütlicher. Trinkwasser haben wir schon wieder gebunkert, allerdings müssen wir noch unseren Wassertank mit Brauchwasser auffüllen. Im nicht weit entfernten Chalong gibt es eine Wassertankstelle auf einer winzigen Betoninsel. Das Tanken dort soll ein Abenteuer sein. Vor allem für die Übergabe des Geldes hat man ein eigenes Patent entwickelt, da man nicht am Steg anlegt sondern nur etwas entfernt an einer Leine hängt. Daher möchten wir es ausprobieren. Als wir hinkommen, stehen schon zwei Schiffe vor uns in Warteschlange, somit beschließen wir, wieder das benachbarte Tankschiff anzufahren. Kurz bevor wir hinkommen, setzt es sich in Bewegung und fährt weg. Bleiben wir halt eine Nacht in Chalong. Nächsten Morgen ist keine Besserung an der Wasserfront in Sicht. Von Hermann erfahren wir, dass die Pumpe der Wassertankstelle kaputt ist und das Tankschiff ebenfalls dort sein Wasser bezieht. Am Tankdock in Chalong reiht sich eine ganze Schlange von wartenden Schiffen aneinander. Wir beschließen, dass waschen nicht so wichtig ist und verdünnisieren uns nach Koh Racha Yai. Die westliche Bucht der Insel haben wir noch nicht besucht. Wir ergattern eine Boje, nehmen den Schwimmsteg des Resorts für den Landgang mit Mitzi und spazieren in die nördliche Bucht. Im dortigen Resort dürfen wir den herrlichen Pool benützen und wir sind die ganze Zeit über fast alleine in der tollen Anlage. Wie auf vielen Inseln in Thailand, gibt es auch auf dieser Insel einige Traumstrände mit tollen Farben beim Sonnenuntergang.

























Da der Preis für Brauchwasser in Koh Phi Phi Don das Zehnfache beträgt, beschließen wir diesmal den Wucher nicht zu unterstützen und nehmen bei unserer Weiterreise nochmals den Weg mit gutem Wind nach Chalong in Kauf. An der Tankinsel stehen wieder mal Boote Schlange, also fahren wir zum Tankschiff, das schon wieder vor unserer Nase Anker auf geht. Der Kapitän reagiert auf unser Gestikulieren, dreht eine Runde und lässt den Anker wieder fallen. Wasser und Diesel bitte, danke. Geht doch!
Wir verholen uns zum Ao Yon Beach im Osten der Chalong Bucht. Am wunderschönen Strand gehen wir in das erstbeste Ressort und wollen fragen, ob wir den Pool benutzen dürfen. Nachdem wir niemanden zum Fragen finden, nehmen wir uns Hotel-Handtücher und beziehen zwei der spärlich besetzten Liegen. Unbehelligt bleiben wir bis zum Abendessen bei Traumkulisse. Nächsten Tag fragen wir vorher und werden glatt abgewiesen. „Macht nichts und danke nochmals für gestern“.
Kommt Zeit, kommt Rat. Nachdem wir nun beinahe drei Monate in Thailand verbracht haben und wir nach der Regensaison noch einmal mindestens zwei Monate hier sein werden, dämmert uns, dass wir nicht für eine weitere Saison in Thailand gemacht sind. Gut, es ist heiß und touristisch, aber es ist auch wunderschön, die Leute sind nett, das Essen ist hervorragend, das Preis-Leistungs-Verhältnis gut. Im Großen und Ganzen ein ziemlich ideales Land, aber schließlich wären wir nicht hier, wenn wir nicht Neues entdecken wollten und wir sind ja noch lange nicht fertig mit der Welt. Also beschließen wir, im Jänner 2025 den indischen Ozean in Angriff zu nehmen. Andamanen, Sri Lanka, Malediven, Madagaskar, Mayotte, Mosambik, Südafrika und vieles mehr wartet darauf, von uns entdeckt zu werden. Nordindik von Jänner bis April, in Äquatornähe den Mai aussitzen und von Juni bis Oktober den Südindik überqueren. So sollte man die großen Stürme vermeiden und einigermaßen gut in Südafrika ankommen, wo eines der drei großen Kaps auf uns wartet: Das „Kap Agulhas“ beziehungsweise das „Kap der guten Hoffnung“. Die tausend Seemeilen von der Richards Bay um das Kap bis nach Kapstadt werden dann noch einmal ein Thema für sich und eine eigene Herausforderung. Der indische Ozean wird von vielen Seglern wegen seiner Winde, Strömungen und Wellen als der unangenehmste ihrer Reise bezeichnet. Dementsprechend gibt es in Südafrika verhältnismäßig wenige Ankünfte von ausländischen Segelbooten. Angeblich bewegte sich die Anzahl im Jahr 2023 nur im zweistelligen Bereich.
Inzwischen ist unser hoffentlich reparierter Wassermacher wieder in Malaysien angekommen. Wir mussten in Europa 140 Euro Zollgebühr für unseren Wassermacher zahlen, der in der EU produziert, gekauft und zur Reparatur dorthin zurückgesendet, sowie von dort wieder zu uns gesendet wurde. Dafür haben wir keine Rechnung bekommen. Es lebe die EU-Zollunion.
Nachdem in einigen Tagen stärkerer Ostwind vorhergesagt wird, möchten wir erst mal Weg in Richtung Osten gut machen, um mit dem Ostwind zurückkehren zu können. Meistens gibt es morgens leichten thermischen Ostwind und abends leichten thermischen Westwind. Mit dem bisschen, was wir kriegen können, versuchen wir die größten Strecken zurückzulegen. Wir landen in der südlichen Bucht von Koh Phi Phi Don. Das Beiboot am baufälligen Betonsteg neben dutzenden Longtails festgemacht, werfen wir uns in die Menge. Die Infrastruktur kommt mit der Zunahme der Anzahl der Touristen nicht mit. Speziell wenn man das Wartungsbudget noch nicht erfunden hat. Hier gibt es viele Rucksacktouristen jüngeren Semesters. Dementsprechend gibt es Party die ganze Nacht. Eine riesige Feuershow gefolgt von Bullen reiten und ohrenbetäubendem Lärm aus den Lautsprechern. Manche können es nicht fassen, dass wir trotz unseren Alters um diese Uhrzeit noch immer da sind und wir werden wohlwollend mit Blicken und Gesten gewürdigt. Praktisch das ganze Dorf mit seinen unzähligen Bars und Lokalen ist Partyzone. Und man kann einfach nicht zum Steg zurück gehen ohne einige Lokalbesuche hinter sich zu bringen. Beim Thai Boxen amüsieren sich die Touristen im Ring. Thais haben wir keine boxen gesehen. Die freundschaftliche und faire Art der Gegnerinnen und Gegner hier hat uns etwas mit dem Boxsport versöhnt.
Sympathisch ist, dass es hier weder Autos noch Mopeds gibt. Die Gassen sind zu schmal und das einzige motorisierte Landfahrzeug ist ein Polizeiroller. Jede Lieferung wird getragen oder mit Schubkarren gefahren. Am nächsten Tag ist für uns erst mal Erholung angesagt, was sich schwierig gestaltet, weil links und rechts von Infinity die Touristenboote mit vollem Schub und eben diesem Lärm vorbei brausen. Bei den dabei erzeugten Wellen fallen uns die Dosen von den Schränken. In Summe ist das keine Insel für einen längeren Aufenthalt und wir verlassen die Party Richtung Südosten zum Ba Kantieng Beach im Süden von Koh Lanta. Die kleine Bucht mit wenig frequentiertem Traumstrand und der berüchtigten Why Not Bar ist uns sofort sympathisch. Wir sitzen in der ersten Reihe bei der Feuershow und bemerken, dass links und rechts neben uns auch Österreicher die hiesige mit dem Feuer spielende Jugend bestaunen. Es wird wieder ein langer lustiger Abend, obwohl wir diesmal wirklich früh ins Bett gehen wollten. Der Barbesitzer nimmt bei jeder Gelegenheit das Tamburin zur Hand und unterstützt die bemühte Live Band mit amüsantem Thai-gefärbtem englischen Gesang. Falls man noch nicht glücklich genug ist, kann man hier auch mit Marihuana gebackene Glückskekse kaufen. Die brauchen wir nicht. Schließlich ist das Barpersonal vor uns nach Hause gegangen. Wenn man bei dieser Hitze bloß ausschlafen könnte. Selber schuld.
