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Kroatien bis USA · 5. Juni 2020

Von Split nach Montenegro

Nach 88 Tagen in Kroatien geht es nach Split um die Formalitäten für den Export von Infinity zu erledigen. Die letzten Tage haben wir in einer Bucht in Lauerstellung verbracht um möglichst rasch nach Öffnung von Montenegro an die Zollmole in Split zu kommen. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Peter, ein befreundeter Skipper, ist extra mit seiner Mannschaft in unsere Bucht gekommen um uns mit einer La-Ola-Welle der Mannschaft zu verabschieden. Kathja und Sven sind auf ihrer Ananda einen Tag vor uns nach Montenegro losgefahren und ebenfalls noch zum Winken in unserer Bucht vorbeigekommen.

Das Ausklarieren und der Export funktionieren reibungslos. Mit – laut Wetterbericht – gutem Wind laufen wir Richtung Montenegro aus. Zum Abschied aus Kroatien sind vor Solta einige Delfine mit uns geschwommen. So stellt man sich das vor. Nicht den nächsten Ankerplatz im Kopf sondern einfach hinaus ins Blaue. Die erste Nachtfahrt ist dann doch immer wieder eine Herausforderung. Tagsüber schlafen geht noch nicht. Nachts zur Wache aufzustehen ist erst mal noch gewöhnungsbedürftig. Der erste Sonnenaufgang an Bord entschädigt aber für alles.


Segeln von Split nach Montenegro

Montenegro zeigt seine schwarzen Berge schon von der Ferne. Wir sind gespannt wie es sich seit unserer letzten Reise verändert hat. Der „Fjord“ von Kotor ist wunderschön – auch wenn man dort und da noch Reste aus der Ostblock-Zeit findet. Allerdings wird hier alles auf Hochglanz poliert und gebaut. Wo im September 2014 auseinanderfallende Fabriksruinen standen, entstehen immer mehr Luxusressorts mit Marinas, die in den Fjord hineingebaut werden. Natürlich an der engsten Stelle, sodass man herum fahren muss.

Das Einklarieren dauert etwas länger, aber nicht, weil der Papierkram so schwierig ist. Der Polizist erzählt von seinem Bestreben deutsch zu lernen, das Hafenamt ist am anderen Ende der Marina schwer zu finden, das Zollbüro ist gerade auf Pause. Die Leute haben den dritten Tag der Grenzöffnung noch viel Zeit und Redebedürfnis. Alles in allem eine angenehme erste Begegnung. Ananda wartet schon am Ankerplatz auf uns und bringt uns eine SIM-Karte fürs Internet vorbei. Damit können wir auch gleich unsere Familie von unserer Ankunft berichten. Danke vielmals.

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