Indischer Ozean · Phuket · Thailand · 18. Dezember 2024
Ankeralltag in Phuket
Wir verbringen zwei schöne und informative Tage mit Claudia und Bertil von der Ruth im Norden von Phuket bevor sie für Weihnachten heimfliegen. Danach freuen wir uns, als wir Yacht Haven Richtung Nai Harn verlassen. Endlich wieder Meerwasser zum Schwimmen, weniger Regen und eine kühlende Brise. Was für ein Unterschied! Obendrauf gibt es dann und wann noch heimatliche Kost im „Stammtisch“ und im „German Brauhaus“. Die erste Thai-Massage tut wieder richtig weh aber nach der zweiten wird es langsam besser.
Robert von Agapi versorgt uns dankenswerterweise mit Milch, während Martin wegen einer Grippe angeschlagen ist. Jedes Mal, wenn wir mit unserem Schiff ein Stück fahren, bemerken wir ein anderes Problem. Dieses Mal wird der Auspuff des Backbord-Motors um einige Grad wärmer als er sonst immer war. Martin entspannt den Keilriemen etwas, wir spülen den Wärmetauscher mit Salt Away und die Seewasserpumpen-Dichtung samt Impeller wird getauscht. Mal sehen, ob das was gebracht hat.
In freudiger Erwartung unserer nächsten Gäste testen wir unseren Wassermacher. Auch wenn wir nach der langen Odyssee an Korrekturen keine Fehler erwarten, sind wir angespannt. Nach dem Rückspülen und dem Einsetzen des Filters, gluckert er brav los, wie wir es gewohnt waren. Heureka, seit langem funktioniert er wieder. Kein Schleppen von Wasser mehr. Das sollte unsere Rücken schonen. Ansonsten verbringen wir die Zeit vor Anker in Nai Harn mit Hausarbeit und lassen es etwas ruhiger angehen. Bei einem der hohen Hochwasserstände bei Vollmond kommt etwas Schwell in die Bucht von Nai Harn. Am Katamaran ist es erträglich. Auf einem Einrumpfboot möchten wir allerdings jetzt nicht schlafen müssen. Wir staunen nicht schlecht, als wir am nächsten Tag erfahren, dass letzte Nacht das Dinghi-Dock von Nai Harn durch den Schwell weggerissen wurde. Am Nachmittag ist es schon wieder notdürftig repariert.






Ein Ausflug ins Nachtleben von Patong muss auch wieder einmal sein. Immer wieder sind wir baff von der quirrligen Unterhaltungsmaschinerie, die hier jeden Abend abliefert. Leute schauen und Livebands erleben sind unsere Lieblingsbeschäftigungen in der Bangla Road. Unser Alter macht sich allerdings bei der Ausschlafdauer und beim Ohrenklingeln am nächsten Tag bemerkbar.
Heute steht die Cockpit-Polsteranprobe der Firma SEAM am Programm. Vor einem Jahr haben wir sie bestellt, vor einigen Wochen die alten Polster als Muster für das Maßnehmen abgegeben und nach einigen Tagen wiederbekommen. Das Ergebnis bei der Probe ist dürftig. Kein einziger der neun neuen Polster passt. Wir hatten kein perfektes Ergebnis erwartet aber das dann auch wieder nicht. Das muss man erstmal hinkriegen, wenn man die Muster in der gleichen Größe in der Werkstatt hatte. Die Verarbeitungsqualität und die Materialien sind gut aber beim Messen scheint es zu hapern. Bei sieben Polstern sind es kleinere Fehler, die leicht auszubessern sind. Zwei müssen wahrscheinlich noch einmal neu gemacht werden. Wir haben ja noch einige Wochen Zeit, bevor wir Thailand verlassen.
Unsere Gäste Daniela, Christoph, Hannah und Elias müssen sich derweil noch mit den alten Polstern zufriedengeben. Wir freuen uns schon auf gemeinsame Weihnachten und Silvester.
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